Die DGPPN ist eine lebendige Fachgesellschaft: Viele Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich – sei es im Vorstand oder in den Fachreferaten. Grundlage der Arbeit ist die Vision einer Gesellschaft, in der Menschen mit psychischen Erkrankungen unbehelligt von Vorurteilen leben können und in der sie die ihnen entsprechende Zuwendung und die notwendigen Hilfen erhalten. Für alle Menschen soll jederzeit und an jedem Ort die optimale, wissenschaftlich fundierte und individualisierte medizinische, psychologische und soziale Hilfe verfügbar sein.
Beim DGPPN soll über die somato-psychischen und
psycho-somatischen Interaktionen gesprochen werden. Des weiteren wird sich mit Nachbardisziplinen im psycho-sozialen Bereich, insbesondere Psychologie
und Psychosomatik ausgetauscht werden. In diesem Zusammenhang soll der Status
quo der Tätigkeiten im Bereich der Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie
erhoben werden, um daraus Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu
identifizieren. Zum anderen werden Grenzbereiche zur Neurologie
diskutiert. So sollen am Beispiel der Neuropsychiatrie die
neurologischen Kompetenzen in der Psychiatrie evaluiert und auf dieser
Grundlage auch die Frage der Ausrichtung des Rotationsjahres
thematisiert werden.
Neben einer proaktiven Gestaltung des Faches ist
es heute wichtiger denn je, der Politik die notwendigen Bedingungen zur
Sicherstellung der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
als auch der Verbesserung der psychiatrisch- psychotherapeutischen
Forschung zu vermitteln. Auf dem Kongress wollen wir gemeinsam darüber
nachdenken, wie wir noch besser aufklären, beraten und unsere Ziele in
politischen Entscheidungen verankern können.